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Final Fantasy Resonance: Interview mit Produzent Keisuke Nakashima und Director Hiroto Furuya von Square Enix

04.09.26 - Kotaku führte ein Interview mit Produzent Keisuke Nakashima und Director Hiroto Furuya über das Rollenspiel Final Fantasy Resonance (PS5, Xbox Series, Switch 2, Switch, PC) von Square Enix, das am 22.10.26 in Europa veröffentlicht wird. Die interessantesten Aussagen im Überblick.

Final Fantasy Resonance Screenshots Bilder
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- Final Fantasy Resonance basiert auf Elementen von Final Fantasy Brave Exvius, wird laut den Entwicklern aber praktisch als neues Konsolenspiel aufgebaut.

- Produzent Keisuke Nakashima wollte gezielt wieder stärker an klassische Final Fantasy-Tugenden anknüpfen. Dazu zählen z.B. rundenbasierte Kämpfe, Jobs bzw. Klassen und ein leichter zugängliches Spielgefühl.

- Nakashima sieht weiterhin ein Publikum für traditionelle Final Fantasy-Spiele, obwohl sich die neueren Hauptteile stärker in Richtung 3D-Grafik und Action entwickelt haben.

- Die Entwickler wollten die Stärken von Brave Exvius, vor allem Charaktere, Pixelgrafik und zentrale Elemente der Geschichte, bewahren und gleichzeitig große Teile des Spiels für Konsolen neu entwickeln.

- Das Team fühlte sich dabei nicht an die Struktur des Smartphone-Originals gebunden: Kampfsystem, Szenario und deren Verzahnung mussten für die Konsolenversion umfassend neu konzipiert werden.

- Nach Aussage Nakashimas ist die Entwicklung deshalb weder günstiger noch einfacher als die Produktion eines komplett neuen Spiels. Aufwand, Zeit und Budget seien vergleichbar mit einem neuen Titel.

Abschied vom Gacha-System

- Die Gacha-Mechaniken aus Brave Exvius wurden vollständig entfernt.

- Damit entfällt auch das frühere "Seltenheitssystem", bei dem seltenere Figuren grundsätzlich stärker sein konnten.

- Alle spielbaren Charaktere sollen sinnvoll einsetzbar sein. Die Spieler sollen ihre Gruppe nach persönlichen Vorlieben und nicht nach Seltenheitsstufen zusammenstellen können.

- Durch diese Änderung will Square Enix deutlich mehr Freiheit bei der Gruppenbildung ermöglichen.

Inszenierung und Geschichte

- Resonance erhält Sprachausgabe und neu inszenierte Zwischensequenzen.

- Die Entwickler erwarten, dass emotionale Szenen dadurch wirkungsvoller vermittelt werden können.

- Im Mittelpunkt steht weiterhin die Besetzung aus Final Fantasy Brave Exvius.

- Zu den Hauptfiguren gehören u.a. Rain sowie Lid, die innerhalb der Geschichte eine eigene Entwicklung durchlaufen.

- Die bekannten Figuren aus anderen Final Fantasy-Spielen sollen die eigentliche Hauptbesetzung nicht verdrängen.

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Das Vision-System

- Bekannte Charaktere aus der Geschichte der Serie treten als sogenannte "Visions" auf.

- Dazu gehören z.B. Cloud Strife aus Final Fantasy VII und Noctis Lucis Caelum aus Final Fantasy XV.

- Die Spieler finden in der Welt sog. Vision Crystals, über die diese Figuren freigeschaltet werden.

- Beim Freischalten erhalten Spieler eine Zusammenfassung der Geschichte und zentraler Ereignisse aus dem jeweiligen Originalspiel. Damit verfolgt Square Enix zwei Zwecke: Kenner sollen nostalgische Bezüge erhalten, während Neueinsteiger erfahren, wer die jeweiligen Figuren sind und welche Bedeutung sie besitzen.

- Die Visions fungieren als ergänzende Gruppenmitglieder und bringen ihre charakteristischen Fähigkeiten und Angriffe mit.

- Ihre Fähigkeiten wurden jedoch an das Kampfsystem von Final Fantasy Resonance angepasst.

Entscheidungen bei der Rekrutierung von Visions

- Beim Freischalten einer Vision werden Spielern Fragen zur Geschichte des jeweiligen Charakters gestellt. Dabei sollen sie entscheiden, wie sie selbst in bestimmten Situationen gehandelt hätten.

- Stimmen die Antworten mit den Entscheidungen der jeweiligen Figur überein, erhält der Spieler bestimmte Vorteile.

- Dieses System soll eine stärkere Verbindung zwischen Spieler und Vision darstellen.

- Langjährige Fans sollen daraus allerdings keinen entscheidenden spielerischen Vorteil gegenüber Neueinsteigern erhalten. Furuya betont, dass beide Gruppen unter möglichst gleichen Voraussetzungen spielen sollen.

Nur 26 klassische Figuren

- Brave Exvius bot zum Ende seines Betriebs mehr als 2.000 freischaltbare Charaktere. Final Fantasy Resonance übernimmt davon lediglich 26 klassische Figuren.

- Der Schwerpunkt liegt auf Protagonisten der Hauptteile, ergänzt um einige Nebenfiguren.

- Bei der Auswahl achtete das Team darauf, welche Charaktere spielerisch interessant sind und unterschiedliche Fähigkeiten in das Kampfsystem einbringen. Nicht jede bekannte Figur aus Brave Exvius wird deshalb zurückkehren.

Keine DLC-Pläne zum Start

- Square Enix plant derzeit keine zusätzlichen Inhalte oder DLCs für Final Fantasy Resonance.

- Nakashima verweist dabei auf die Arbeitsweise von Team Asano.

- Dort genießt die Qualität des vollständigen Hauptspiels Priorität.

- Entwicklungszeit und Ressourcen sollen deshalb zunächst vollständig in das Basisspiel fließen.

- Das Team möchte ein in sich abgeschlossenes Spiel veröffentlichen, statt bereits während der Entwicklung Erweiterungen einzuplanen.

Keine reine Fanservice-Sammlung

- Den Entwicklern ist bewusst, dass die zahlreichen bekannten Figuren den Eindruck eines oberflächlichen Crossover-Projekts vermitteln könnten.

- Furuya räumt ein, dass Trailer und Marketingmaterial diesen Eindruck möglicherweise verstärken.

- Das Team wollte ausdrücklich verhindern, dass Resonance lediglich wie ein "Cash Grab" mit bekannten Figuren wirkt.

- Jede klassische Figur soll deshalb eine konkrete spielerische Funktion besitzen.

- Auch innerhalb der Handlung sind die Visions fest verankert.

- Laut Furuya würde die Geschichte ohne die zurückkehrenden Figuren in ihrer aktuellen Form nicht funktionieren.

- Die Vision Crystals spielen eine deutlich größere Rolle in der Handlung, als ihre Funktion zunächst vermuten lässt.

- Mitarbeiter früherer Final Fantasy-Produktionen überprüften außerdem die Darstellung bekannter Charaktere. Damit wollte Square Enix sicherstellen, dass die ursprünglichen Figuren und Werke respektiert werden.

Eigenständiges Spiel trotz Brave Exvius-Basis

- Nakashima betrachtet Final Fantasy Resonance nicht als einfache Konsolenfassung von Brave Exvius.

- Vielmehr verwendet das Team die stärksten Bestandteile des Smartphone-Spiels als Grundlage für einen weitgehend neu aufgebauten Titel. Fans des Originals sollen zahlreiche neu gestaltete und rekonstruierte Elemente entdecken. Gleichzeitig soll das Spiel vollständig ohne Vorkenntnisse funktionieren.

- Square Enix möchte damit auch Spieler erreichen, die Brave Exvius wegen der Gacha-Struktur oder der Smartphone-Plattform nie gespielt haben.

- Für Nakashima bietet die Konsolenversion zugleich eine Möglichkeit, starke Inhalte aus einem inzwischen eingestellten Live-Service-Spiel in neuer Form zu erhalten.

- Final Fantasy Resonance soll damit sowohl an die Vergangenheit der Serie erinnern als auch als Einstieg für neue Final Fantasy-Spieler funktionieren.



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