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Sony widersprach einem Zeitungsbericht, nach dem das Unternehmen jedes Jahr eine neue Festplatte mit höherer Kapazität für die PlayStation 2 veröffentlichen wolle. Zugleich weitete Sony die Zusammenarbeit mit Sega aus: Für Europa schlossen beide Firmen ein Vertriebsabkommen, das Sony die Veröffentlichung von sieben Sega-Spielen für die PlayStation 2 ermöglicht.
Dazu zählten unter anderem Virtua Fighter 4, F-355 Challenge, Head Hunter, Ecco The Dolphin, K-Project sowie zwei Teile der Space Channel 5-Reihe. Hinter K-Project verbarg sich übrigens der Musik-Shooter Rez von Tetsuya Mizuguchi und United Game Artists. In der Geschichte des Spiels tauchte K Project als Netzwerk auf, das von einer KI namens Eden gesteuert wurde.
Auch weitere PS2-Meldungen drehten sich um kommende Software. Der japanische Entwickler Yuke's, bekannt durch WWF Smackdown und Dutzende weitere Wrestling-Spiele, arbeitete an dem mittelmäßigen Prügelspiel EOE: Eve of Extinction, das Eidos im Winter 2001 in Europa herausbringen wollte. Das Machwerk glänzte mit dummen Feinden, mieser Grafik und klobiger Steuerung.
Konami bestätigte außerdem Silent Hill 2 von Team Silent für Japan im September - im selben Monat machte James Sunderland die Horror-Stadt Silent Hill auch in den USA unsicher; Europa musste noch bis November warten. Ergänzend dazu kündigte Aiwa das 56K-Modem PV-PS200 für den 1. Juli 2001 in Japan an, das direkt an einen der USB-Ports der PS2 angeschlossen wurde.
Beim Gamecube richtete sich der Blick auf mehrere Projekte und Einschätzungen aus dem Sega-Umfeld. Der Film Resident Evil - Ground Zero - der Arbeitstitel des ersten Resident Evil-Realfilms - basierte auf der Geschichte von Resident Evil Zero, das für Nintendos Konsole in Arbeit war.
Sega Entwicklungsabteilung Amusement Vision veröffentlichte ein Wallpaper zu Monkey Ball auf seiner Website als ausführbare EXE-Datei - heute undenkbar. In einem Interview mit der britischen EDGE begründete Toshihiro Nagoshi, Präsident von Amusement Vision und später Mitschöpfer der Yakuza-Serie, warum er für den Gamecube entwickelt: Er wolle schon lange mit Nintendo zusammenarbeiten und sei von Nintendo auf der E3 besonders beeindruckt gewesen. Außerdem halte er den Gamecube für geeignet, sowohl jüngere als auch ältere Spieler anzusprechen. Der Software von Microsoft und Sony bescheinigte er dagegen Innovationsmangel.

Microsoft meldete für seine Xbox, dass das DVD-Laufwerk der Konsole von Philips hergestellt wird. Konami zeigte darüber hinaus frische Screenshots zu Air Force Delta 2, einer Action-Flugsimulation ohne festen Veröffentlichungstermin. Bei dem Namen konnte sich Konami nicht entscheiden, denn in den USA hieß das Spiel Airforce Delta Storm und in Europa Deadly Skies; der Vorgänger Airforce Delta erschien noch für Dreamcast.
Der Game Boy Advance blieb ebenfalls ein wichtiges Thema: Kemco setzte den vom Super Nintendo bekannten Horizontal-Shooter Phalanx für den GBA um, der im August 2001 in Japan erscheinen soll.
In den USA war der Handheld bereits ein Erfolg: In der ersten Woche nach dem Start am 11. Juni 2001 wurde der Game Boy Advance mehr als 500.000 Mal verkauft. Bis Ende Juni wollte Nintendo eine Million Geräte an den Handel ausliefern. Zum europäischen Start organisierte Nintendo in London die Ausstellung Advances, die am 22. Juni 2001 begann und drei Tage lang die Geschichte der tragbaren Nintendo-Geräte zeigte.
Gamefront berichtet seit über 30 Jahren aus der Welt der Videospiele. Diese Retro-Nachrichten stammen aus unserem Archiv, das noch viele weitere Meldungen bereithält.