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Nintendos Aktienkurs steigt um 21,3 Prozent

Nintendos&xnbsp;Pläne für die Zukunft haben für eine Menge Trubel auf dem Aktienmarkt gesorgt. Zum Börsenschluss
stand beim japanischen Spiele-Hersteller ein Plus von 21,3 Prozent. Grund ist die Ankündigung von Saturo Iwata,
Präsident von Nintendo, dass man eine Kooperation mit dem&xnbsp;Handy-Spiele-Entwickler DeNA&xnbsp;eingegangen sei.

In der Vergangenheit hatten sich die Verantwortlichen von Nintendo deutlich gegen Nintendo-Inhalte auf
Smartphones und Tablets ausgesprochen. Die beiden Unternehmen werden in Zusammenarbeit an ganz neuen Titeln
für das Smartphone und Tablet arbeiten, die auf ausgewählten Marken von Nintendo basieren sollen. In Planung
haben die Verantwortlichen allerdings nicht nur Spiele, sondern auch Apps rund um Mario, Link und Co. Gleichzeitig
ist ein neues Core System in Entwicklung, das nicht nur mit verschiedenen Mobil Devices, sondern auch mit Nintendos
eigenen Spieleplattformen, kompatibel sein soll.

Damit macht Nintendo das erste Mal einen großen Schritt weg von der eigenen Hardware, deren große Stärke bislang
oft eben jene exklusive Spiele-Serien waren, die nun auch auf mobile Geräte kommen könnten. Viele Experten
und Anleger sehen Mobile Games in Zukunft als unverzichtbaren Bestandteil der Spielebranche und einen wachsenden
Absatzmarkt. Die Ankündigung, Nintendo wolle sich stärker in diesem Bereich engagieren, verhalf der von den schwachen
Verkaufszahlen der Wii U gebeutelten Aktie folglich ordentlich auf die Sprünge. Die Konkurrenz zeigte sich hier in der
Vergangenheit stärker und setzte dem Heimkonsolenmarkt und damit auch dem Geschäft von Nintendo schwer zu.

Mit der immer weiteren Verbreitung von Smartphones und Tablets wächst auch die Zahl potentieller Kunden, die sich
bislang gar nicht oder nur geringfügig für Videospiel interessiert haben. Glückspiel-Interessierte entdecken
das Handy Casino für sich, in sozialen Netzwerken wie Facebook sind Online-Spiele ein fester Bestandteil der Interaktion
zwischen Nutzern geworden und diverse Spiele-Apps sind mittlerweile auf iPhone und Co. vorinstalliert.
Produziert der japanische Spiele-Gigant also in Zukunft auch das Nintendo Smartphone oder können wir bald mit unserem
Nintendo 3DS telefonieren, twittern oder ähnliches?
Wie genau die Pläne von Nintendo aussehen, ist unterdessen noch nicht klar. Möglicherweise wird sich das Unternehmen im
Hinblick auf die E3 2015 zum Thema Mobile Games äußern.


Bilder: Nintendo

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